Wiegenlied "Wie sich der Äuglein kindlicher Himmel“

gesungen von Christoph Genz in Begleitung von Juliane Ruf am Klavier,
auf der Wiegenlieder CD-Sammlung Vol. 2

Musik: Franz Schubert (1797–1828), op. 105, Nr.2 D 498
Text: Johann Gabriel Seidl (1804-1875)

1. Wie sich der Äuglein kindlicher Himmel,
schlummerbelastet, lässig verschließt!
Schließe sie einst so, lockt dich die Erde:
drinnen ist Himmel, außen ist Lust!

3. Wie des Gelockes goldige Wallung
kühlet der Schläfe glühenden Saum.
Schön ist das Goldhaar, schöner der Kranz drauf:
träum du vom Lorbeer, bis er dir blüht.

5. Wie dir ein Engel faltet die Händchen,
falte sie einst so, gehst du zur Ruh!
Schön sind die Träume, wenn man gebetet:
Und das Erwachen lohnt mit dem Traum.



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2. Wie dir so schlafrot glühet die Wange!
Rosen aus Eden hauchten sie an:
Rosen die Wangen, Himmel die Augen,
heiterer Morgen, himmlischer Tag!

4. Liebliches Mündchen, Engel umwehn dich,
drinnen die Unschuld, drinnen die Lieb!
Wahre sie, Kindchen, wahre sie treulich!
Lippen sind Rosen, Lippen sind Glut.



Wiegenlied
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Isabel Stürzl
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